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Schneiden & Planschen - So lernen Kinder den Umgang mit der Schere

14/11/2017 von Firuzan

Ab wann können Kinder mit Scheren schneiden, wie leitet man sie an und welche Ideen machen besonders Spaß?

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„Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht!“ Wie so viele pädagogische Ratschläge der Großeltern, ist dieser Spruch mittlerweile wohl ein bisschen veraltet. Ganz im Gegenteil nämlich ist es ziemlich wichtig, unsere Kleinen unter Aufsicht an Gefahren und Herausforderungen heranzuführen und ihnen den Umgang damit beizubringen. Eltern fragen mich oft, wann denn der richtige Zeitpunkt ist, einem Kind eine Schere in die Hand zu geben. Ich kann nachvollziehen, dass man eine Horrorvorstellung davor hat, kurz aus dem Zimmer zu sein und schon hat das Kind die Gardinen zerschnitten oder dem Geschwisterchen die Haare gestutzt. Dabei ist die Schere zuerst einmal eine motorische Herausforderung für Anfänger und es heißt üben, üben, üben. Damit können Kinder bereits im Alter von zwei Jahren beginnen, denn ab dann ungefähr können sie selbst die Schere halten und mit ein wenig Übung und Unterstützung auch das Schneiden erlernen.


Mit etwa drei Jahren kann das Kind die Schere schon alleine öffnen, einfachen Linien folgen und Formen selbstständig ausschneiden. In der Frühpädagogik ist die Schere ein wichtiger Baustein und der gekonnte Umgang damit ist auch Bestandteil für den Einschulungstest. Also keine Angst davor haben, dem kleinen Kind eine Schere in die Hand zu geben. Lieber daran denken, dass beim Schneiden das Sehen, Hören und das eigene Handeln geschult werden. Zudem erlernen die Kinder das räumliche Sehen, Vorsicht und Achtsamkeit.

Ich habe ein paar sinnvolle Tipps zusammengestellt, wie Kinder unter Anleitung sehr schnell den Umgang mit der Schere lernen.

Schneidelernschere und Moosgummi

Kinder lernen Schneiden mit Schere und Moosgummi


Bastelprojekt #2 - Formen aus Moosgummi ausschneiden


* Eine sogenannte Hilfsschere unterstützt beim Start. Dabei hält das Kind die Schere in den vorderen Löchern und der Erwachsene führt in den hinteren

* Beim Schneiden darauf achten, dass die einzelnen Schritte sprachlich begleitet und erklärt werden

* Für die ersten Schneideerfahrungen ist Moosgummi ein ganz hervorragendes Material, denn es lässt sich ohne Probleme zerschneiden wie Butter

* Die Formen am Anfang einfach halten. Die ersten Schneideversuche sind meistens kleine Schnipsel und Streifen, die zu Beginn noch recht unkontrolliert ausgeführt werden. Nach einigen weiteren Versuchen können einfache Formen aufgemalt und ausgeschnitten werden

* auch für Linkshänder gibt es spezielle Kinderscheren


Zum Ansporn und zur Belohnung habe ich noch eine schöne Idee, mit der wir uns gerade die kalten Herbstnachmittage verschönern. Moosgummi hat nämlich einige tolle Eigenschaften, die für riesigen Badespaß sorgen. Das leichte Material kann auf dem Wasser schwimmen und am Badewannenrand kleben. Dadurch entsteht eine tolle Dynamik in der Wanne und viel Platz für kreative Spielideen.

Wer fleißig geübt hat, der kann meine Vorlagen dafür selbst ausschneiden oder sich einfach von Mama und Papa helfen lassen. 

Hier gibt´s die Wassertierschablonen zum Download >>

* Das bin ich - Firuzan Hartwig *


Als ich mit Mitte Zwanzig zum ersten Mal in eine WG in Berlin einzog, habe ich dort ganz unverhofft den Mann fürs Leben und den Vater meiner beiden Kinder kennengelernt. Aus einer Freundschaft wurde das gemeinsame Projekt Familie. Heute sind wir stolze Eltern von zwei kleinen Kindern im Alter von zwei Jahren und neun Monaten. Täglich versuche ich zwischen meiner beruflichen Karriere und meiner neuen Aufgabe als Mutter zu balancieren.

Seit über 10 Jahren arbeite ich nun als Erzieherin mit Kindern im Alter von 0-6 Jahren und habe immer wieder festgestellt, dass das Thema Basteln und Schneiden wenig ernst genommen und manchmal sogar als nebensächlich belächelt wird. Deshalb lege ich meinen Fokus auch in meiner Freizeit insbesondere auf die Entwicklung von kreativen Bastelangeboten, die einen fundierten pädagogischen Einfluss haben. Dabei greife ich alltägliche Situationen auf und setze sie spielerisch in kreative Ideen um.
Gerade während meiner Elternzeit wurde mir bewusst, dass viele Eltern immer wieder auf der Suche nach Inspiration und Anleitung sind, um Dinge einfach und ohne viel Aufwand zu Hause nachzubasteln.


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