Twinkind - Fotografien in 3D form
People Lifestyle

Twinkind - Der Minime im Bücherregal

27/12/2013 von Anja

Kristina Neurohr und Timo Schaedel haben ein 3-D-Druckverfahren entwickelt, mit dem aus vielen gleichzeitig aufgenommenen Fotos ein originalgetreues 3-D-Modell entsteht. Damit könnte das gute alte Familienfoto schon bald abgelöst werden.

Anzeige

Neueste Artikel

Den Bruchteil einer Sekunde soll es nur dauern, bis Timo Schädel, einen Menschen oder ein Haustier in seinem selbst entwickelten Fotostudio abfotografiert hat. Danach erledigt ein 3-D-Drucker die Arbeit und fertigt aus Gipspulver, Bindemittel und Farbe einen Miniklon, der so verblüffend echt aussieht, dass ihn fast nur noch der Größenunterschied von seinem Original trennt.

Zusammen mit Kristina Neurohr hat der Werbefilmregisseur über Monate an der speziellen Technik gefeilt, um die originalgetreue Momentaufnahme dreidimensional anzufertigen. Mittlerweile ist die Nachfrage so groß, dass sogar schon Interesse au Indien, Korea oder Japan angemeldet wurde.

Ich habe mit Kristina gesprochen, um von ihr zu erfahren, was hinter der Idee von TWINKIND steht und was wir von Timo und ihr in der nächsten Zeit noch erwarten dürfen.

Liebe Kristina, aus welchem Gedanken heraus ist die Idee zu Twinkind entstanden?

Timo hat einen starken VFX und 3D Hintergrund. Als die 3D Printing Technologie immer professioneller wurde, ließ ihn der Gedanke nicht mehr los, wie man das Thema sinnvoll und zukunftsweisend einsetzen könnte.
Das Darstellen von Menschen als Skulpturen ist so alt wie die Menschheit selbst. Es gab in der Vergangenheit schon Experimente mit Scantechniken, bei denen man aber still stehen muss. Unmöglich für Kinder und Tiere.

Und genau hier setzte Timo an. Sein Gedanke: Es muss möglich sein, die Momentaufnahme festzuhalten. Aus dieser Idee hat er die neuartige TWINKIND Scantechnologie entwickelt, die Scannen in einer Millisekunde
ermöglicht.

Worin besteht aus deiner Sicht der Vorteil einer 3D Figur gegenüber einem Foto?

Wir finden, daß die 3D Portraits eine ganz neue Betrachtungsweise sind, die nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Ein Foto ist zweidimensional, man sieht immer nur eine Seite. Wir achten sehr auf eine lebensechte und detailgenaue Darstellung. So entsteht ein Realismus, der manche Kunden
zu der Aussage bewegt: Oh, die sehen aus als würden sie gleich loslaufen. Unsere Antwort lautet dann: Wir arbeiten daran.

Das Konzept wurde schnell angenommen. Werden wir in einigen Jahren alle unser Familienfoto in personifizierter Form im Regal stehen haben?

Wir glauben ja. Es ist einfach schön, seine Lieben im Regal versammelt zu haben. Gerade, wenn sie vielleicht nicht um die Ecke wohnen.

Anzeige

Wer sind eure Kunden und warum kommen sie zu euch?

Zu uns kommen alle Kunden, vom Baby bis zum Rentner. Das verliebte Paar. Die Familie. Männer, die Heiratsanträge machen möchten. Hochzeitspaare, die sich als Tortenfigur verewigen möchten. Hunde, Katzen und demnächst ein Huhn. Die Liste ist lang.

Welches Sujet würdest du am liebsten mal Scannen, wenn du jede beliebige Person zu dir ins Studio bestellen könntest?

Das kann ich gar nicht sagen, wir freuen uns über alle unsere Kunden. Es ist so schön, die Geschichten zu hören, weshalb jemand zu uns kommt.

Gibt es noch Verbesserungen, an denen ihr arbeitet? Feiner, größer,
schneller?

Ständig. An Ideen mangelt es nicht, nur an der Zeit.

Wo geht es mit Twinkind in der Zukunft hin? Könnt ihr uns irgendwann von Berlin nach Hamburg beamen?

Wir bemühen uns. Vielleicht eröffnen wir mit TWINKIND aber auch erstmal weitere Standorte.

Das wäre ein guter Anfang, ich danke dir für das Gespräch!


Bisher gibt es TWINKIND in Hamburg und Berlin.Anfragen unter www.twinkind.com

Lifestyle

Alle Artikel sehen