Mama Kind Kolumne - Wann ist der richtige Zeitpunkt für das zweite Kind
Kolumne Lifestyle

MamaTalk - Eins, zwei oder drei? Chance vorbei!

07/10/2016 von Berit

Die einen sind schon mit einem Kind überfordert, den anderen können es nicht genug sein. Plötzlich ist man wieder schwanger und überlegt, wie das so mit zwei Kindern werden wird...

Anzeige

Neueste Artikel

Meine Freundin hat gerade ihr zweites Kind bekommen. Ihr erstes ist genau vor anderthalb Jahren mit Mads zur Welt gekommen. Ein sportliches Timing. Eine andere Bekannte war schon mit ihren beiden Schulkindern aus dem Gröbsten raus, als sich noch mal Nachwuchs ankündigte. Wenn schon, denn schon, diesmal Zwillinge.

Schon vor meiner ersten Schwangerschaft habe ich mir den Kopf zerbrochen, in welchem Abstand denn nun das zweite Kind kommen soll. Wenn es denn irgendwie zeitlich planbar ist, geschweige denn überhaupt noch mal klappt. Mit Ende 30 macht man sich vielleicht ein paar dringlichere Gedanken als mit Mitte 20. Aber eine Antwort auf die Frage, kann einem natürlich niemand geben.

Ich erinnere mich noch an die beschwörenden Warnungen einer anderen Freundin, deren Leben mit zwei Windelkindern völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Die aber stets an ihrer Meinung festhielt, dass dann nach ca. 2 Jahren aber auch alles in einem Aufwasch abgearbeitet ist.

Je größer der Abstand, desto eher hat man mit Eifersucht oder schlimmen Trotzphasen der Größeren zu schaffen. Oder vielleicht sogar irgendwann mit wachsendem Desinteresse an den schreienden Geschwisterbabys bis hin zu völliger Aktivitätsdiskrepanz. Wenn gar keine Beschäftigung mehr auf einen Nenner zu bringen ist, hat man irgendwann wirklich doppelt zu tun.

Manchmal beneide ich heimlich eine andere Freundin, die selbst als Einzelkind ziemlich zufrieden und komfortabel aufgewachsen ist und deshalb bereits die Entscheidung gegen ein zweites Kind für sich getroffen hat. Dann denke ich manchmal garstig: ein Kind ist was für Faule, zwei Kinder sind Kamikaze und von dreien will ich erst gar nicht mehr reden. Aber meine Theorie hinkt natürlich, denn irgendwann nehmen die Geschwister den Eltern auch das Entertainmentprogramm ab, da sie sich miteinander begnügen. Und dann bemitleide ich wieder die Trios im Urlaub mit ihrem Einzelkind, das non Stop die volle Aufmerksamkeit benötigt, jeden Abend mit den armen Eltern Karten spielen möchte und den beiden keine Minute Ruhe gönnt.

Wer die Entscheidung für ein zweites Kind irgendwann getroffen hat, aus welchem Grund und Hintergedanken auch immer (bei mir, weil ich meine eigene Schwester so sehr liebe und mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann), der zwingt sich zugegebenermaßen einfach zur nächsten Schwangerschaft. Mal ehrlich. Alles andere wäre geflunkert.

Also ist es letztendlich auch egal, wann das nächste Kind kommt. Mehr Arbeit wird es sowieso. Aber vielleicht fühlt sich die Familie auch dann erst vollständig an, denn einer fehlt halt einfach noch in unserem Team.


Lifestyle

Alle Artikel sehen