Body & Soul

Das Karma, meine Familie und ich - Yoga-Philosophie für einen entspannten Alltag

23/11/2017 von Berit

Tag 4 - Das Leben läuft leichter mit dem richtigen Bewusstsein für sich und seine Umwelt. Wie genau kann Yoga dabei helfen und den Familienalltag entspannen?

Anzeige

Neueste Artikel

Als ich Stephanies Buch im Laden liegen sah, habe ich es ohne Zögern direkt mitgenommen. Ich habe nämlich endlich einen meiner Vorsätze der letzten Jahre umgesetzt und mit Yoga begonnen. Ich habe schon immer gewusst, dass Yoga genau das Richtige für mich ist, bin aber nie konsequent dran geblieben. Aber jetzt hat genau im Nachbarhaus ein tolles Studio eröffnet und ich habe keine plausible Ausrede mehr vor mir selbst gefunden.

Yoga ist nicht nur eine Art, seinen Körper zu bewegen und sich fit zu halten, es ist eine Lebenseinstellung, die sich auf den Alltag, den Geist, den Umgang mit anderen und auf vieles mehr auswirken kann. Deshalb wollte ich auch unbedingt mit Stephanie Schönberger sprechen, die ein Buch darüber geschrieben hat, wie ihre langjährige Yogapraxis positiven Einfluss auf ihr Familienleben hat. Was genau steckt dahinter und vor allem, was kann ich mir davon abschauen?


Stephanie Schönberger - Das Karma, meine Familie und ich

 


* Sechs Fragen an

Stephanie *


Ich habe gerade erst mit Yoga begonnen. Wie kann Yoga im Alltag darüber hinaus vorkommen oder mir zugutekommen ohne es täglich zu praktizieren? Wie sieht das konkret bei dir aus?

Yoga wird ja, finde ich zumindest, eigentlich erst spannend, wenn man die Ideen dieser sehr alten Weltanschauung in sein Leben integrieren kann, wenn man sozusagen yogisch lebt, ohne sich andauernd auf den Kopf stellen zu müssen. Denn Yoga nennt uns ganz viele Möglichkeiten und Ideen, wie wir das machen können.

Die sogenannten Yamas und Niyamas des achtgliedrigen Pfades aus dem Yoga-Sutra zählen dazu. Sie erklären, wie wir mit unserer Umwelt und uns selbst umgehen könnten. Nämlich gewaltfrei, wahrhaftig und ohne zu stehlen. In allem das Göttliche erkennend und entsprechend handelnd, nicht mehr "anhortend", als man braucht. Sich rein haltend von allem, was das Leben vergiften oder schwierig machen könnte, zufrieden sein, diszipliniert sein und gleichzeitig mit Leidenschaft sein Leben lebend, immer wieder hinspürend, ob all das, was man macht, auch wirklich zu einem passt, einem gut tut und schließlich akzeptierend, dass nicht alles in unserer Hand liegt, wir aber ganz sicher von einer "höheren Hand" getragen und geführt werden. Ich mag auch die sogenannten Bhavanas, innere Haltungen, sehr gerne als yogische Unterstützer im Alltag. Sie sind die Herzensgüte, das Mitgefühl, die Mitfreude und der Gleichmut, der uns davon abhält, zu werten, zu beurteilen und uns - meist ungefragt - in alles einzumischen.

Wow, danach muss man jetzt zuerst mal wieder zu Atem kommen. Das hört sich so toll, klar und einleuchtend an. Was war bei dir die Initialzündung, dich noch tiefer mit dem uralten Yoga-Wissen zu beschäftigen und gab es dabei einen Aha-Moment, dass du plötzlich wusstest, jetzt wird alles besser?

Eigentlich war es meine erste "richtige" Yoga-Stunde bei meinem ersten Lehrer. Dort saßen alle auf unsexy Schafsfellmatten, hatten ausgeleierte Klamotten an und er sprach von Dingen, die mich zutiefst berührten und absolut aufwühlten – ohne dass ich richtig verstand, was er da sagte. Aber mir war klar, dass ich mich ab jetzt nie mehr langweilen werde, weil ich mich jetzt mit etwas sehr Spannendem beschäftigen konnte, nämlich mit meinem Geist und mir selbst. Zwei Jahre später habe ich dann mit einer vierjährigen Yoga-Lehrer-Ausbildung begonnen. Doch all das hat mich zunächst nicht wirklich entspannter oder gelassener gemacht. Im Gegenteil. Ich war auf dem besten Weg, in den familiären und persönlichen Burn-Out zu rauschen. Erst ein Brief meiner kleinen Tochter, die mir schrieb, dass sie Angst habe und glaube, ich sei ihr nichts wert, weil ich nie Zeit für sie habe (ich war ja mit Yoga und Geldverdienen beschäftigt) brachte mich schließlich dazu, mich genauer mit der Philosophie des Yoga zu beschäftigen und dadurch auch zu verstehen, warum ich in diese gestresste Situation geraten war und wer oder was mich wirklich handeln ließ und lässt. Das alles hat dazu geführt, dass ich Einges in meinem Leben verändert habe. Dass es wirkungsvoll war, habe ich gemerkt, als mir meine Tochter zwei Jahre später sagte, sie habe jetzt keine Angst mehr, dass ihre Familie auseinanderbrechen könnte.

Wie bekomme ich die Familie mit ins Boot? Muss jetzt jeder Yoga machen?

Nein, die Familie muss nicht Yoga machen. Es reicht, wenn man selbst friedlicher wird, das ist ja ein Ziel des Yoga. Und dadurch, dass ich mich verändere, verändert sich automatisch auch mein Umfeld. Von Karl Valentin, dem legendären bayerischen Komiker, gibt es den schönen Spruch: „Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“ Das trifft auch auf Lebenspartner zu. Mein Mann, der zu Beginn mit Yoga nichts anfangen konnte, ist jetzt Ashtanga-Lehrer. Meine Tochter hat irgendwann von sich aus gefragt, ob sie in Kinder-Yoga-Stunden gehen kann. Und mein Sohn findet Yoga nach wie vor doof, weil Fußball halt viel cooler ist. Aber ab und an macht er einen Sonnengruß oder Kopfstand. Was ich aber schöne finde ist, dass meine Kinder als sehr friedlich, ausgeglichen, freundlich und hilfsbereit gelten. Auch ohne Asana-Unterricht.

Hast du ein Achtsamkeitsritual für dich oder deine ganze Familie, das du regelmäßig zelebrierst und weiterempfehlen kannst?

Ich beginne meine tägliche, frühmorgendliche (anders klappt das nicht mit zwei Kindern) Yogapraxis mit etwas, das ich Kosha-Check nenne. Ich gehe ganz bewusst die fünf Hüllen durch, die im yogischen Denken unseren grob- und feinstofflichen Körper ausmachen und die, wenn man so will, unser Karma sind. Dadurch bekomme ich einen ersten Eindruck, wie es mir auf der körperlichen Ebene geht, wie es um mein Energielevel bestellt ist, was mich gedanklich und emotional bewegt, wie klar und gut mein Verstand und Intellekt gerade funktionieren und wie es mir im Moment gelingt, all das zu akzeptieren, zufrieden zu sein mit dem, was jetzt ist. Durch diese Übung weiß ich dann, was los ist mit mir, ob der Tag mit meiner augenblicklichen Grundverfassung einfacher oder anstrengender werden könnte, ob und mit welchen Mitteln ich ausgleichend entgegensteuern sollte, um innerlich so friedlich zu werden, dass ich andere einigermaßen in Ruhe lassen kann.

Gibt es so etwas wie eine SOS Soforthilfe für extra stressige Tage? Wie kommt man gerade in der Vorweihnachtszeit etwas "runter"?

Ich finde, der Atmen hilft immer wieder sehr schnell. Ausatmen, einatmen. Solange, bis alles wieder ruhiger ist. Außerdem lohnt es sich zu fragen, ob man all den Vorweihnachtswahnsinn wirklich mitmachen muss und hinzuschauen, was denn den Stress eigentlich auslöst. Welche Glaubensmuster und vielleicht überholte Traditionen dahinter stehen. Was man kennt, worüber man sich bewusst ist, das kann man ändern. Hilfreich kann auch sein, gerade an stressigen Tagen morgens etwas früher aufzustehen, ein paar sanfte Vinyasas zu üben, Nadi Shodhana, die Wechselatmung zu praktizieren und abschließend noch für mindestens fünf Minuten an etwas zu denken, was uns wirklich grundlos glücklich macht.
 
Und zum Schluss natürlich die wichtigste Frage: Warum sollten wir das Karma immer im Auge behalten?

Weil alles, was wir tun, eine Wirkung hat. Das ist unser Karma. Wenn wir uns das nicht immer wieder mal sehr bewusst machen, besonders in Situationen, in denen wir impulsiv oder unüberlegt handeln wollen, wäre es sinnvoll kurz innezuhalten und über die möglichen Konsequenzen nachzudenken. Sonst rutscht man leicht in Lebenssituationen, über die  man dann klagt: „Das habe ich so nicht gewollt!“ Oder: „Das habe ich mir anders vorgestellt.“ Oder: „Ich habe mieses Karma.“  Und wer will das schon?

Das Karma, meine Familie und ich: Yoga-Philosophie für einen entspannteren Alltag
Autor: Stephanie Schönberger
Seiten: 269
Verlag:Beltz
Taschenbuch

 

 

 

Dein Achtsamkeitsritual an Tag 4

von Stepahnie Schönberger - Autorin

„Versuche jeden Tag für einen Moment ganz bewusst etwas wahrzunehmen, was dich innerlich berührt, erhebt oder erfreut.

Das kann ein kleines Gänseblümchen sein, das Zwitschern eines Vogels, ein Geruch, ein Gericht, ein Mensch oder auch die vermeintliche Eigenartigkeit dieses Menschen.

 

 

 

Mehr Karma für alle

* Dein Geschenk von Stephanie *

Ob du ein alter Hase bist oder noch kein Yoga machst, ob mit Familie oder als Singel - dieses Buch hält für alle unzählige Lebensweisheiten bereit.


Hinterlasse einen Kommentar, wie du dein Karma verbesserst und bekomme die Chance, dieses Buch zu gewinnen!

 

 

 

* Gewinnen! So machst du mit *

* Hinterlasse mir heute (23.11.2017) bis zum 25.11.2017  8:15 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag.
* Gebe deinen Vornamen und eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich dich, im Falle eines Gewinnes, erreichen kann.
* Viel Glück & Namasté!
 


Gewinnspielregeln & Teilnahmebedingungen

* Nur eine Teilnahme pro Person.
* Eine Teilnahme bzw. ein Kommentar auf Facebook ist nicht gültig.
* Jeder Kommentar, der bis 8:15 Uhr am jeweiligen Finaltag (siehe Datum) eingeht, nimmt am Gewinnspiel teil.
* Die Auslosung geschieht per Zufallsprinzip.
* Mindestalter: 16 Jahre. Andere Altersangabe siehe Einzel-Post.
* Der Gewinner/die Gewinnerin muss sich innerhalb von 3 Tagen zurückmelden, sonst verfällt der Gewinn und ich lose neu aus.
* Der Gewinner/die Gewinnerin jeweils einzeln am Finaltag per Mail benachrichtigt.
* Der Gewinner/ die Gewinnerin erklärt sich bereit, dass ich Namen und Anschrift an die jeweilige Marke / PR-Agentur weiter geben darf. Das passiert streng vertraulich, ist aber für einen Versand notwendig und unabdingbar.
* Alle GewinnerInnen, die ab dem 20.12.2016 ausgelost werden, erhalten ihren Gewinn gegebenenfalls im neuen Jahr. Wir können nicht für eine Lieferung vor Weihnachten garantieren
* EU-Ausland und Schweiz sind leider nicht zugelassen.
* Der Gewinn ist nicht verhandelbar und nicht übertragbar.
* Familienmitglieder der Blogs, sowie Mitarbeiter und Angehörige, der am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
* Es besteht kein Anspruch auf Ersatzleistungen durch meinen Blog. Eine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Stephanie, die das Buch zur Verfügung gestellt hat - Teaser Photo by Marion Michele on Unsplash


Monika Mosch, 23-11-17 13:29:
Aus einem verharmten Gesicht kommt kein Lachen.
Karin, 23-11-17 13:29:
Überall das gute Suchen.
Birgitta, 23-11-17 13:33:
Da wären wir beim Thema Achtsamkeit, der Buddha predigte den edlen 8fältigen Pfad, leider scheint hier im Westen bis jetzt nix davon wirklich angekommen zu sein, denn Mitgefühl bedeutet achtsam sein gegenüber Pflanzen, Bäumen, Tieren, einen ausgewogenen Lebenswandel führen, sich nicht über Konsum zu definieren, in die Stille zu gehen und lernen den Geist ruhig zu halten- zumindest übe ich daran, ob es das Karma verbessert, ist ja sowieso spekulativ, Karma beutet auch "Hand" oder "Tat" , also erst in der Tat werden Kausalitäten gesetzt.
kinglouis, 23-11-17 13:42:
Ich bin mit mir im Reinen, mein Karma ist optimal.
Mandy, 23-11-17 13:43:
Ich versuche jeden Tag, anderen Personen etwas gutes zu tun und wenn es nur ein ehrlich gemeintes Kompliment ist.
Kristina, 23-11-17 13:44:
Ein absolut toller Gewinn <3
anja, 23-11-17 13:49:
mein Morgenritual ist der Morgengruß
Kathrin Wagner, 23-11-17 13:53:
Ich versuche viel zu lachen und positiv zu denken, auch wenn es nicht immer funktioniert.
Lieben Dank für den interessanten Beitrag.
Kathrin
Candy, 23-11-17 13:53:
carpe diem
Peter Simonka, 23-11-17 13:56:
Ich verbessere mein Karma hoffentlich durch mein Einfühlungsvermögen und meine Hilfsbereitschaft !
Rosi, 23-11-17 13:58:
viel lachen, vor allem andere Menschen anlachen, egal ob man sie mag oder nicht, denn sie wissen ja nicht, ob man sie an- oder auslacht, aber man bekommt meistens ein Lächeln zurück und Lächeln entspannt die Gesichtsmuskulatur
Birgit Conrad, 23-11-17 13:58:
...ich versuche alles etwas leichter im Leben zu nehmen und auch kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schicken!
Mechthild, 23-11-17 14:01:
Viel lachen und hilfsbedürftigen Menschen helfen, zuhören und sie einfach mal liebevoll umarmen!
Martina, 23-11-17 14:09:
Das Karma verbessert man durch gute Taten. Im Alltag gibt es viele Möglichkeiten. Manchmal reicht schon ein Lächeln oder die Tür aufzuhalten, um jemandem den Tag zu verschönern.
Jutta, 23-11-17 14:17:
Ich muß unbedingt all meine negativen Gedanken ausblenden - vielleicht hilft Yoga!
Peggy, 23-11-17 14:23:
mit Meditation
Silke, 23-11-17 14:27:
ich versuche, fleißig auf mein Karma-Konto einzuzahlen :)
Liana, 23-11-17 14:32:
Ich muss meins noch pflegen
Oliver, 23-11-17 14:33:
Ich versuche zu helfen wo ich nur kann.
Sindy, 23-11-17 14:41:
Ich starte den Tag mit einem Lachen und begegne meine Mitmenschen freundlich.
Lara Dengler, 23-11-17 14:43:
Ich versuche, grundsätzlich eine positive Einstellung zu allem zu haben und auch allen Menschen ohne Vorurteile zu begegnen.
kathrin, 23-11-17 14:47:
Indem ich versuche, anderen immer mit einem Lächeln zu begegnen :-)
Salima, 23-11-17 14:59:
Wie die Pfadfinder: jeden Tag eine gute Tat :-)
Petra Dornauer, 23-11-17 15:18:
Gelassenheit ist für mich ein Nonplusultra
Gudrun, 23-11-17 15:31:
der Tag beginnt bei mir mit einem Lächeln
Schreib deinen Kommentar

* - Pflichtfeld



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn du das Wort nicht lesen kannst, hier klicken.



Lifestyle

Alle Artikel sehen