A Moment for Myself Lifestyle

Achtsamkeit to go - Der Weg zu weniger Stress und mehr Gelassenheit

18/12/2017 von Berit

Tag 21 - Kann man Achtsamkeit wirklich lernen? Was genau passiert mit mir, wenn ich mich auf eine Reise zu mir selbst begebe? Eine MBSR Lehrerin nimmt uns mit auf einen spannenden Weg

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Nun  liegen schon 4 Wochen Achtsamkeit hinter uns und wir starten heute in die letzte Vorweihnachtswoche mit dem Thema A MOMENT FOR MYSELF.

Ich bin sicher, dass bisher das ein oder andere Thema zum Nachdenken und Reflektieren angeregt hat. Ich habe versucht, auf unterschiedliche Arten, den Fokus auf sich selbst, aber auch auf andere zu lenken. In der letzten Woche vor Weihnachten wird das Tempo oft noch ein bisschen schneller, jeder fiebert den freien Tagen entgegen, andere sind kurz vorm Durchdrehen. Deshalb ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um noch mal zum Kern des Ganzen zu gehen.

ACHTSAMKEIT – was genau ist das eigentlich? Was macht das mit mir? Ist das nur eine Bewegung, ein Trend, eine Wissenschaft, eine Philosophie, eine Haltung, ein Geisteszustand? Um diese Fragen auch noch mal für mich selbst zu beantworten, habe ich mit einem Achtsamkeitscoach gesprochen. Denn wie ich jeden Tag im Achtsamkeitskalender versuche zu vermitteln, kann man Achtsamkeit lernen und damit sein Leben grundlegend verändern.

Aber darüber zu schreiben ist die eine Sache, das Ganze auch anzuwenden eine völlig andere. Im Laufe der letzten Wochen in denen ich meine Artikel vorbereitet habe, habe auch ich mir natürlich viele Gedanken über dieses Thema in Bezug auf mich selbst gemacht. Irgendwie versuche ich zwar, achtsamer mit mir zu sein, aber jetzt sitze ich hier mit Bronchitis, muss zum vierten Mal in diesem Jahr Antibiotikum nehmen und schaffe es wohl einfach nicht, das Thema konsequent für mich anzuwenden. Anscheinend bedarf es ein bisschen mehr, als einfach nur zu versuchen, daran zu denken. 

Vielleicht braucht man wirklich eine professionellere Begleitung, um bestimmte Dinge auf lange Sicht zu verinnerlichen.

Dr. Franziska Frank habe ich vor Ewigkeiten in meinem ersten Jahr in Berlin kennengelernt, hatte aber gar nicht mehr ganz auf dem Schirm, wie viele unterschiedliche Dinge sie eigentlich macht. Denn nun flatterte mir ganz zufällig im November eine Einladung zu ihrem Achtsamkeitskurs im Januar in Berlin ins Postfach. Abgesehen davon, dass ich nach all den Wochen mit meinem Achtsamkeitskalender ernsthaft darüber nachdenke, daran teilzunehmen, war natürlich gleich klar, dass sie unbedingt einen Tag im Kalender füllen muss.

Franziska ist Juristin, Unternehmensberaterin, Trainer, Keynote Speaker und vieles mehr, unter anderem aber auch qualifizierte MBSR Lehrerin. MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction. Ihre Ausbildung erhielt sie am Center of Mindfulness der von Jon Kabat-Zinn gegründeten Stress Reduction Clinic an der Universität von Massachusetts. Sie ist fasziniert von der Plastizität des Gehirns. Damit ist die mittlerweile eindeutig wissenschaftlich belegte Fähigkeit unseres Denkorgans gemeint, sich ein Leben lang  fundamental verändern zu können. Na dann wollen wir mal!

Dr. Franziska Frank, Achtsamkeits-MBSR-Coach




* Sechs Fragen an


Franzsika *



Achtsamkeit ist gerade so ein großes Wort, sei achtsam zu dir…! Aber was genau bedeutet es eigentlich und wie und was kann Achtsamkeit in unserem Leben wirklich bewirken oder verändern?

Achtsamkeit bedeutet wertfrei im Hier und Jetzt zu sein. Wozu ist das gut? Die Forschung zeigt, dass erhöhte Achtsamkeit Veränderungen im Gehirn zur Folge hat. So wird zum Beispiel das präfrontale Cortex (eine Art "Vorstand" im Gehirn) in Bezug auf die Amygdala (evolutionär bedingt ein sehr alter und "emotionaler" Teil) gestärkt. Diese und weitere neurologischen Umstrukturierungen zeitigen drei messbare Ergebnisse: Erstens, die Fähigkeit, sich mehr zu konzentrieren. Zweitens eine verbesserte Regulierung von Emotionen. Und drittens, dass sich der Mensch dezentrierter wahrnimmt. Nicht distanziert, sondern wohlwollend aus einer gemäßigten Außenperspektive, was dem Individuum erlaubt, wahrzunehmen was  gerade in ihm passiert, ohne sich damit umfassend zu identifizieren. Diese führt nun wieder dazu, dass sich Menschen ihrer selbst mehr gewahr werden,  ihre Werte und Ziele klarer vor Augen haben und besser mit sich und anderen umgehen können. Zugleich wird Stress als weniger bedrohlich wahrgenommen und Verhaltensautomatismen abgebaut. Zu guter Letzt hat es positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

Du bietest spezielle Achtsamkeitskurse an. Selbst wenn ich gerade denke, dass mein Leben etwas anstrengend ist, käme ich nicht direkt auf die Idee, einen Kurs in Achtsamkeit zu besuchen. Was ist der Vorteil eines geführten Coachings? Warum empfiehlst du es?

Jeder Mensch kann Achtsamkeit auch für sich alleine erfahren und lernen. In einem MBSR Kurs (Mindfulness Bases Stress Reduction) passieren jedoch einige Dinge, die den Menschen stark bei seiner Suche unterstützen. So nimmt er in der Gruppe wahr, dass er mit seinen Automatismen, seinen kleinen und größeren Ablenkungsmechanismen, seiner inneren Unruhe nicht alleine ist, sondern dass es sich um Grundelemente des Menschseins handelt. Diese Verhaltensmuster, die uns einen evolutionären Entwicklungsvorteil verschafft haben, sind allerdings für die heutige Zeit überholt. Da hilft es dem Einzelnen im Gespräch mit dem Lehrenden und in der Gruppe, neue Verhaltensmuster und Einstellungen zu prägen, die ihm mehr Halt und Klarheit bieten. Zudem ist es einfach leichter die Übungen in der Gruppe durchzuführen und die persönlichen Schwierigkeiten mit den täglichen Hausaufgaben von den anderen gespiegelt zu sehen. Ehrlicherweise, kenne ich bislang persönlich niemanden, der sich das Thema Achtsamkeit vollkommen alleine und mit Apps erschließen konnte.

Wie läuft so ein Kurs ab? Was sind die einzelnen Themen, die besprochen und geübt werden?

Viele Lehrer, so auch ich, folgen dem offiziellen Lehrplan für MBSR, der vom Oasis Institute in den USA und dem Gründer Jon Kabat-Zinn entwickelt wurde. Dieser sieht 8 Termine je 2,5 Stunden vor, einen langen Tag (üblicherweise der Samstag nach dem 6. Termin von 10.00 bis 16.00) sowie tägliche, sich jede Woche ändernde Hausaufgaben. Die Themen reichen vom Üben angenehme und unangenehme Ereignisse wahrzunehmen, über das Thema Stress, Automatismus, Emotionen zu achtsamer Kommunikation mit Anderen und der Verankerung von Achtsamkeit im Alltag. In den 2,5 Stunden finden sowohl formale Achtsamkeitsübungen statt, Gespräche in der Gruppe sowie „Lehrbeiträge“ zu den neurowissenschaftlichen und psychologischen Grundlagen für Achtsamkeit.

Kannst du ein Beispiel für eine tägliche Übung nennen?

Achtsam die Spülmaschine oder Waschmaschine ausräumen. Auf jeden Handgriff achten und die Bewegung, die Formen, Farben, Geräusche dabei wahrnehmen. Das führt dazu, dass diese banale Tätigkeit ganz anders wahrgenommen wird. Achtung, sie wird dadurch nicht zum Genuss - das ist auch nicht das Ziel von Achtsamkeit. Aber das direkte und fokussierte Wahrnehmen einer einzelnen Tätigkeit bringt Ruhe und die Bereitschaft, Dinge im Moment so sein zu lassen wie sie sind. Und Ruhe in den Geist, der zumeist in der Vergangenheit oder Zukunft schweift.

Was kann ich sonst noch selbst jeden Tag zu Hause für mich tun, um Achtsamkeit zu verinnerlichen?

Es ist oft hilfreich, sich kleine Stupse als Erinnerung zu geben, um immer wieder ins Hier und Jetzt zu kommen. Das mag ein kleiner grüner Punkt sein, den man auf seinen Computer klebt. Schweifen die Augen darüber, kann er Anlass sein, immer wieder kurz innezuhalten und zu spüren, wo sich der Geist, der Körper, der Atem gerade befindet. Eine Alternative ist, immer dann versuchen, sich seiner selbst gewahr zu werden, wenn man eine Kaffee- oder Teetasse aufgefüllt hat.

Ich bin ja die eine Sache, mein Umfeld die andere. Wie kann ich meine engen Mitmenschen anstecken ohne sie belehren zu wollen?

Werden Menschen achtsamer, merkt das die Umgebung und fühlt sich besser aufgehoben und mehr wahrgenommen. Das führt oft zu einer automatischen Ansteckung, zumindest aber zu Gesprächen über das Thema Achtsamkeit. Belehren ist daher nicht notwendig.


Dein Achtsamkeitsritual an Tag 22

von Franziska Frank - MBSR Lehrerin

„Halte dich liebevoll jeden Tag dazu an, nicht negativ über dich und andere zu denken.

Unsere inneren Monologe sind zumeist selbstkritisch („Jetzt habe ich das schon wieder versemmelt) oder wertend („Das sieht ja grottenschlampig aus“).

Versuche einfach nur wahrzunehmen was ist, ohne dich oder andere zu beurteilen.

Das bringt eine ungemeine Freiheit und öffnet den Geist für alles, was da ist.




Entspanne beim Lesen



In Vorbereitung auf diesen Achtsamkeitskalender habe ich viel gelesen recherchiert und gestöbert. Am heutigen Tag gebe ich deshalb die geballte Ladung Inspiration weiter. Ich schnüre dir ein Paket, in dem du alle Bücher findest, die ich in den letzten Wochen hier in diesem Zusammenhang vorgestellt habe, aber auch ein paar weiter, die mich mit ihren Tipps und Empfehlungen motiviert haben.

Naturalista
von Xochi Balfour, Sammeln-Ernten-Kochen von Gill Meller, Einfach leben von Lina Jachmann, Slow Family von Julia Dibber und Nicola Schmidt, Das Karma, meine Familie und ich von Stephanie Schönberger, Digital Detox von Daniela Otto und Wake up – 54 Ideen für ein achtsames Leben von Chris Barez-Brown

* Dein Geschenk von mir *

Lesen ist mein persönlicher Trick, um komplett abschalten zu können? Gerade Sachbücher wie diese kann man immer mal wieder zwischendurch in kleinen Häppchen genießen.


Hinterlasse einen Kommentar, in welchem Moment du die Welt um dich herum vergessen kannst und bekomme die Chance, dieses Buchpaket zu gewinnen!

 

 

 

* Gewinnen! So machst du mit *

* Hinterlasse mir heute (18.12.2017) bis zum 20.12.2017  8:15 Uhr einen Kommentar unter diesem Beitrag.
* Gebe deinen Vornamen und eine gültige E-Mail-Adresse an, unter der ich dich, im Falle eines Gewinnes, erreichen kann.
* Viel Glück & Namasté!
 


Gewinnspielregeln & Teilnahmebedingungen

* Nur eine Teilnahme pro Person.
* Eine Teilnahme bzw. ein Kommentar auf Facebook ist nicht gültig.
* Jeder Kommentar, der bis 8:15 Uhr am jeweiligen Finaltag (siehe Datum) eingeht, nimmt am Gewinnspiel teil.
* Die Auslosung geschieht per Zufallsprinzip.
* Mindestalter: 16 Jahre. Andere Altersangabe siehe Einzel-Post.
* Der Gewinner/die Gewinnerin muss sich innerhalb von 3 Tagen zurückmelden, sonst verfällt der Gewinn und ich lose neu aus.
* Der Gewinner/die Gewinnerin jeweils einzeln am Finaltag per Mail benachrichtigt.
* Der Gewinner/ die Gewinnerin erklärt sich bereit, dass ich Namen und Anschrift an die jeweilige Marke / PR-Agentur weiter geben darf. Das passiert streng vertraulich, ist aber für einen Versand notwendig und unabdingbar.
* Alle GewinnerInnen, die ab dem 20.12.2017 ausgelost werden, erhalten ihren Gewinn gegebenenfalls im neuen Jahr. Wir können nicht für eine Lieferung vor Weihnachten garantieren
* EU-Ausland und Schweiz sind leider nicht zugelassen.
* Der Gewinn ist nicht verhandelbar und nicht übertragbar.
* Familienmitglieder der Blogs, sowie Mitarbeiter und Angehörige, der am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
* Es besteht kein Anspruch auf Ersatzleistungen durch meinen Blog. Eine Barauszahlung des Gewinns und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.



Katrin, 18-12-17 07:56:
beim küssen
Rita, 18-12-17 10:01:
wenn ich in ein gutes Buch vertieft bin oder Musik über Kopfhörer genieße
Kati, 18-12-17 10:04:
Wenn ich genüßlich in der Badewanne liege und die Augen schließe
Miriam, 18-12-17 10:14:
Wenn ich mit meiner Kamera in der Natur unterwegs bin :)
Larissa, 18-12-17 10:21:
Wenn das Buch spannend ist
Elke, 18-12-17 10:22:
bei einem guten Buch
Elke, 18-12-17 10:26:
beim Laufen
UTE HEISE, 18-12-17 10:27:
wenn ich ein gutes Buch lese,träume ich mit offenen Augen.
Moni, 18-12-17 10:29:
Das gelingt mir am besten bei der Meditation. Ein gutes Buch oder Gartenarbeit schaffen es aber meist auch, dass ich alles um mich herum vergesse und keinen Gedanken nachhänge.
Ich würde mich riesig über die tollen Bücher freuen, weil ich sehr gerne zum Thema Achtsamkeit lese.
Gudrun, 18-12-17 10:36:
beim lesen kann ich gut entspannen
Katja, 18-12-17 10:49:
beim Lesen, allerdings eher Krimis - beim Yoga - und (schlimm, ich weiß) beim Handydaddeln
Elke, 18-12-17 10:56:
Ich kann am besten abschalten, wenn ich laufen gehe.
Lindi, 18-12-17 11:09:
Natürlich beim Lesen
Doris, 18-12-17 11:11:
Ich lese sehr gerne, jeden Tag. Man versetzt sich dabei in eine andere Welt und kann wirklich abschalten, das ist ja das Schöne. Würde mich sehr über neue Bücher freuen!
Anita, 18-12-17 11:14:
Beim Lesen....ich bin eine Riesen-Leseratte
Petra, 18-12-17 11:25:
Wenn ich eingekuschel auf der Couch lege und ein spannendes Buch lese
Sibylle, 18-12-17 11:25:
Ein gutes Buch ist Balsam für die Seele
Amarilla G., 18-12-17 11:25:
wenn ich in der Badewanne liege und ein gutes Buch lese
Barbara, 18-12-17 11:26:
Beim Meditieren
Iga Gessler, 18-12-17 11:30:
Beim Lesen eines spannenden Buches befinde ich mich quasi mitten im Geschehen und vergesse meine Umwelt komplett!
EvaD, 18-12-17 11:30:
vertieft in ein gutes Buch, mit Kater auf dem Schoß und ganz viel heißem Tee
Alexandra, 18-12-17 11:35:
Wenn ich mit meinen zwei "Goldies" auf dem Sofa liege und wir gemeinsam kuscheln, dann kann ich die Welt um mich herum vergessen :-)
Cecilia Pollio, 18-12-17 11:47:
sono una lettrice appassionata compro sempre libri che leggo da una vita,mi perdo in libreria e se mi mandaste libri (in italiano)sarei feicissima!ciao...
ANDREA BABICK, 18-12-17 11:52:
ich lese sehr gerne da es mich von meinem ssschicksal ablenkt.
SYlvia, 18-12-17 11:56:
Achtsamkeit ist anstrengend, wenn man sehr traurig ist, aber gerade dann braucht man sie am meisten.
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