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Say Cheese - Noch mehr Tipps für schöne Kinderfotos

09/05/2017 von Berit

Jeder Schuss ein Treffer! Wer diese Profitipps beim Fotografieren der Familie im Kopf behält, kann unendlich viele Erinnerungen im Foto festhalten

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Eines meiner Vorhaben für dieses Jahr ist, das Thema fotografieren etwas mehr zu professionalisieren. Ein tolles Familienshooting, eine neue Kamera, ein Fotografie Kurs (coming soon!) – ich versuche mich dem Thema auf unterschiedlichen Wegen zu nähern. Ein paar tolle Tipps hat mir Kinderfotografin Angela Elbing in einem langen Interview vor ein paar Wochen bereits gegeben.

Heute folgen wie damals versprochen noch ein paar weitere. Denn die schönste Jahreszeit für Fotos startet ja jetzt erst. Man verbringt endlich wieder mehr Zeit draußen, fährt in Urlaub und hat die Kamera am besten immer dabei. Selbst wenn man nicht immer mit der großen Spiegelreflexkamera hinter den Kindern oder einem tollen Ausblick hinterherlaufen will, das Smartphone hat ja mittlerweile eigentlich jeder im Anschlag.

Mein hoher ästhetischer Anspruch an Privat- und Familienfotos steht dabei aber eigentlich in völligem Gegensatz zu dem Ergebnis, das ich damit mal schnell schnell zwischendurch erziele. Aber das Smartphone hat man nun einfach mal immer dabei und es ist leicht zu bedienen, ohne dass man sich viele Gedanken über die richtige Einstellung machen muss. Gerade für solche Situationen habe ich Angela noch mal um ein paar generelle Tipps gebeten, die man im Kopf behalten soll, wenn man die Familie fotografiert.

 

 

 

* 5 x merken bitte *



1. Gedanken über die richtige Perspektive machen! Oft hilft es, sich auf die Höhe des Kindes zu begeben. Manchmal sieht es auch toll aus, den todesmutigen Kletterer von unten oder das Krabbelkind auf dem Weg zur Papas Armen von oben zu fotografieren. Man sollte wissen, was man mit dem Bild erzählen will.

2. Den richtigen Hintergrund wählen (falls möglich)! Es hilft sehr, wenn der Hintergrund ruhig ist. Außerdem sieht es meist toll aus, wenn der Hintergrund einen guten Kontrast zur Person bildet. Das kann beispielsweise ein hell gekleidetes Kind vor einem dunklen Hintergrund sein. Manchmal wirkt das Ganze aber auch Ton-in-Ton super: ein rothaariges Mädchen, das mit ihrem tollen rosafarbenen Kleid vor einem roten Hintergrund Erdbeeren isst - bestimmt der Knaller!
 
3. Nah ran gehen! Es gibt von mir viele Kinderbilder, auf denen ein kleiner blonder Punkt in einem Sandkasten zu sehen ist. Das ist so schade, denn das Bild transportiert einfach nichts. Also: nicht faul sein und zum Kind hin gehen. Das funktioniert in der Regel übrigens besser, als es heran zu zoomen, da dann die Gefahr des Verwackelns besteht.

4. Falls man ein besonderes Bild plant und sich dafür extra anzieht: auf Farben achten! Dahinter sollte ein Konzept stehen. Man kann sich Farbfamilien überlegen (z.B. Grün, Grau, Blau). Daraus bedienen sich dann alle bei der Wahl ihrer Kleidung. Oder man wird ganz bunt, dann aber bitte auch konsequent! Große schwarze oder weiße Flächen können technisch schwierig werden und lenken oft ab.

5. Bildaussage: Was möchte ich denn eigentlich mit dem Bild erzählen? Will ich zeigen, was für einen wunderbaren Milchbart mein Kind hat, sollte ich nicht mehr als sein Gesicht fotografieren. Will ich das Chaos fotografieren, das es nach dem Essen auf dem Boden hinterlässt, fotografiere ich dies flächig von oben und lasse alles andere weg. Will ich zeigen, wie hoch mein Kind schon alleine klettert, gehe ich selber ganz tief runter.

M anchmal hilft es auch, sich einfach mal durch die Bedienungsanleitung der Kamera zu quälen. “

Angela Elbing - coucou Kinderfotografie

Auch das Thema Kamera muss ich noch mal besprechen. Soll ich nicht doch endlich mal in ein richtig teures Modell investieren?

Beim Fotografieren von Kindern ist es erstmal wichtig, eine Kamera zu wählen, die man schnell und leicht bedienen kann und die vor allem da ist, wenn man sie braucht. Das ist ja in der Regel das Smartphone. Das ist auch völlig ok, wenn es vor allem darum geht, Erinnerungen zu bewahren. Die meisten Smartphone-Kameras haben ja mittlerweile auch eine akzeptable Qualität, wenn man die Bilder nur in kleiner Größe drucken möchte.

Ist aber auch die Qualität wichtig, macht es schon Sinn, über eine "richtige" Kamera nachzudenken.

Wenn man viel unterwegs ist, spielt die Größe einfach eine Rolle. Im privaten Bereich würde ich daher eine Bridge- oder Systemkamera empfehlen. Hier gibt es sehr kleine Varianten, die trotzdem noch tolle Qualität liefern. Das liegt oft daran, dass die verbauten Objektive besser sein können als die einer Kompaktkamera. Der Vorteil einer Systemkamera gegenüber der Bridgekamera ist, dass man hier das Objektiv wechseln kann und so sehr flexibel ist. Die Kameras sind oft selber recht klein und so kann ich, wenn ich die Kamera in die Jackentasche stecken möchte, ein kompaktes Objektiv dabei haben und wenn ich mal eine größere Tasche dabei habe, das klobigere Zoom-Objektiv mit langer Brennweite mitnehmen.

Wenn dir Größe nicht so wichtig ist und du auch gerne eine Kameratasche dabei hast, ist eine Spiegelreflexkamera natürlich immer noch erste Wahl. Hier kann man das Bild am besten kontrollieren und schnell Einstellungen vornehmen. Allerdings muss man sich dann auch mit der Technik auseinander setzen. Wenn man eine Spiegelreflexkamera sowieso nur im Voll-Automatik-Modus nutzt, macht eine andere Kamera wahrscheinlich mehr Sinn.

Falls man bei seiner Kamera das Objektiv wechseln kann, sollte man auf jeden Fall über die Anschaffung einer lichtstarken Festbrennweite nachdenken (mindestens Normalbrennweite). Die ist toll für Portraits, aber auch für alles Mögliche einsetzbar und ich kann aufgrund der Lichtstärke auch bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren. Außerdem sind Festbrennweiten in der Regel kompakter als Zoom-Objektive.

Am allerwichtigsten bei der Wahl der richtigen Kamera ist aber: in die Hand nehmen und ausprobieren! Tolle technische Werte einer Kamera bringen einem überhaupt nichts, wenn man die Handhabung umständlich findet. Falls man die Kamera online kaufen möchte und sie nicht ausprobieren kann, hilft oft noch, sich online einen Film zum Model anzuschauen. Heute gibt es zu fast jeder Kamera jemanden, der sich dabei gefilmt hat, wie er sie testet.

Und der letzte Tipp dazu: Bedienungsanleitung lesen! Man sollte sich am Anfang einmal richtig Zeit für seine neue Kamera nehmen. Bedienungsanleitungen lesen nervt zwar, bringt einen aber immer weiter.

 


Die Fotos, die ich im Artikel zeige, sind alle aus Angelas Portfolio für CouCou Kinderfotografie

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