Lilija Bairamova und Nadja Fleicher, Gründerinnen des Berliner Start-ups und Kindermode Guide Pepe & Nika
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Pepe & Nika - Die schönste Mode für Kinder auf dem silbernen Tablett

19/07/2016 von Berit

Dieser Shoppping Guide für Kindermode pickt die schönsten und individuellsten Funde aus dem Netzt heraus. Die beiden Berliner Gründerinnen Nadja und Lilija haben definitiv eine goldene Trüffelnase

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Eigentlich soll Onlineshopping doch das Leben erleichtern, aber ich fühle mich ja selbst oft von dem unendlichen Angebot völlig überfordert. Genau aus der Idee heraus ist irgendwann ja auch mal THE SHOPAZINE entstanden, um die schönsten Funde aus dem Netz herauszupicken und ganz bequem und übersichtlich zu präsentieren. Wenn ihr also hier her kommt, wisst ihr, dass ich euch nur ganz besondere Dinge zeige und empfehle.

Mit meinen Bedürfnissen nach einer attraktiven Vorauswahl und der Idee des kuratierten Shoppings bin ich natürlich nicht allein. Ist man erst mal Mama, wird die Zeit umso knapper, aber auch die Lust immer größer, für die Kids tolle Sachen zu kaufen. Ähnlich erging es auch Nadja und Lilija aus Berlin, die daraus kurzerhand Pepe & Nika, einen Online Styleguide für Kindermode, entwickelt haben. Warum also ewig lange im Netz versinken auf der Suche nach etwas Besonderem, am besten natürlich biologisch zertifiziert, und den Einheitsbrei einfach mal völlig umschiffen?

Da wir also alle drei Schwestern im Geiste sind und ich natürlich sehr neugierig bin, was genau hinter Pepe & Nika (man kann es ahnen – benannt nach den Kindern der beiden) steckt, habe ich das Momprenneurs-Duo ein wenig ausquetschen dürfen.

Darf ich vorstellen - Nika und Pepe, die Namensgeber


Wie kam euch die Idee zu eurem neuen Start-up und wie lange hat es an Vorbereitung gebraucht, bis ihr schließlich online gehen konntet?


Lilija: Seitdem ich Mutter bin, musste ich mich mehreren neuen Herausforderungen stellen, und auch der Frage nachgehen, was ich meinem Kind anziehe und wo ich das kaufe. Zunächst taucht man in eine komplett neue Welt ein und versucht die Dinge zu finden, die einem gefallen. Es ist wie vor einem großen Wald stehen und die ganzen Bäume nicht zu kennen. Man verbringt viel Zeit mit der Recherche und Suche, vor allem, wenn man anspruchsvoll ist, Design und schöne Dinge liebt und kein Massenkonsument ist. Sicherlich gibt es diverse Shops, die einem gefallen, der Nachteil ist allerdings, dass die Auswahl für einen Zeitraum die gleiche bleibt und dort nur bestimmte Marken vertreten sind.

Will man mehr als das, bleibt einem nichts anderes übrig, als die gefundenen Shops irgendwo zu speichern und immer wieder neu auf die Suche zu gehen. Nach diversen frustrierenden Shoppingerlebnissen hatte ich die Idee von einer Plattform, die die schönsten Marken bündelt und eine handverlesene Vorauswahl anbietet. Ich habe mich mit Nadja darüber ausgetauscht - sie war davon begeistert und wir haben gleich losgelegt.

Nadja: Wir haben im Oktober letzten Jahres mit den ersten Skizzen angefangen. Da wir beide aber keine Webdesigner sind, hat uns Lilijas Freund Sebastian Scheerer, der UI/UX Designern ist, super unterstützt und unsere Ideen und Vorstellungen ganz toll implementiert. So konnten wir auch relativ zügig, nämlich im April 2016, mit wackeligen Knien und einer riesen Portion Aufregung, online gehen.

Was findet man genau bei Pepe & Nika und was ist das Besondere daran?
 
Nadja: Wir kuratieren die schönsten Sachen aus der Online-Shopping Welt für Babys und Kids bis 12 Jahre. Das Besondere ist im Prinzip unsere Auswahl. Wir investieren viel Zeit in die Recherche von Marken und Labels, über die man nicht so schnell bei der Google-Suche stolpert. Die schönsten Dinge findet man ja sowieso meist zufällig und dafür braucht man entweder viel Glück oder viel Zeit. Unsere Plattform zeigt die schönsten und erlesensten und unter anderem auch besondere Sachen.

Klarer Vorteil für Mütter mit wenig Zeit aber ähnlichem Anspruch wie wir, sie müssen nicht stundenlang danach suchen. Das übernehmen wir! Bei uns findet man Sachen, die sich auf den großen Shoppingseiten nicht unbedingt finden lassen, da die Labels zu klein sind, in nicht so hoher Stückzahl produzieren oder noch so neu sind, dass sie die Sichtbarkeit auf dem Markt noch nicht erreicht haben.

Grain de Chic, Thief & Bandits, Mainio und Paade Mode
Kindermode von Grain de Chic, Paade Mode, Thief & Bandits und Mainio im Online Shopping Guide von Pepe & Nika online bestellen
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Ein Beispiel für eine eurer Lieblingsmarken, die etwas ganz Spezielles macht.

Nadja: Eigentlich sind alle Marken unsere Lieblingsmarken, sonst würden wir sie ja nicht bei uns aufnehmen ;)

Lilija: Ich liebe gerade Grain de Chic. Die polnische Marke macht Mode für Kinder, die auch Erwachsene tragen können oder es am liebsten tun wollen. Unaufdringlich und schön, schlicht, elegant, dabei immer natürlich.

Aber auch das absolute Gegenteil in Sachen Schlichtheit, Mainio, finde ich großartig. Die Marke erobert mich mit ihren minimalistischen Mustern und ihrer Individualität. Paade Mode, mittlerweile ein weltbekanntes lettisches Label, verzaubert uns beide mit ihren ungewöhnlichen und zeitlosen Kleidungsstücken. Paade Mode steht, wie einige unserer Labels, für biologische Kleidung, die unsere Kinder und Natur gleichermaßen respektiert.

Nadja: Mir hat es Thief&Bandit angetan. Das war auch eines der ersten Labels, die wir angesprochen haben. Ami Cunningham ist die Designerin und Inhaberin, aus Neufundland, in Kanada. Zunächst sind mir ihre auffälligen gemusterten Prints ins Auge gefallen. Die Muster sind sehr naturnah und aber auch richtig stylisch und ein bisschen verrückt. Ein richtiger Augenfang. Als ich dann noch rausfand, dass Ami bei der Herstellung auf ökologische Aspekte setzt, war ich hin und weg und bin es immer noch.

Die Deutschen sind modisch ja immer ein bisschen hinter her. Was können wir uns beim Styling und auch beim Thema Kindermode von anderen Nationen abschauen?

Lilija: Ja, Deutschland ist vielleicht nicht Frankreich oder England, Berlin nicht Paris oder London, aber auch wie in der Frauen- und Männer-Fashion, tut sich hier einiges auf dem Kindermodemarkt. In Berlin zum Beispiel haben sich in den letzten Jahren so viele kleine Kindermodelabels aufgetan, die sich mit ihren Designs behaupten und sich nicht hinter anderen europäischen Marken verstecken müssen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass gerade die nachhaltige und biologische Produktion eine immer wichtigere Rolle spielt. Fast schon eine Selbstverständlichkeit. Ich denke, dass Deutschland hier viel Potential hat.
 
Worauf legt ihr selbst beim Thema Kleidung für eure Kids großen Wert?

Nadja: Mir ist wichtig, dass die Sachen einen gewissen Qualitätsanspruch haben. Genauso wie für meine Garderobe, möchte ich auch, dass sich mein Kind in schönen Stoffen wohl fühlt. Ich bevorzuge weiche Baumwolle oder auch Wollmaterialien für den Winter. Mit Polyester und Co. kann ich nicht soviel anfangen. Für mich bekommt ein Kleidungsstück nicht nur mit dem Design, sondern auch mit dem Material seine Wertigkeit. Meist bevorzuge ich für Pepe schlichte Farben, hochwertige Stoffe und sportliche Styles. Das lässt sich dann am besten miteinander kombinieren.

Lilija: Ich achte darauf, dass Nika kein Polyester trägt und dass die Kleidung biozertifiziert ist. Manchmal gewinnt aber auch das Design und der Anspruch an Öko rückt in den Hintergrund. Dadurch, dass wir ständig neue Produkte und Marken entdecken und diese auch für unseren Look fotografieren, kommen schon viele schöne Dinge zusammen. In der Kita wird schon gemunkelt, Nika hätte einen riesigen Kleiderschrank im Zimmer. Das stimmt natürlich nicht, es ist nur eine riesige Kommode ;). Interessant finde ich, dass Nika mit ihren nicht einmal 2 Jahren schon sehr viel gefallen daran findet, Kleidung auszuprobieren und sich dann auch ihrem Bruder oder Papa zu zeigen.

 

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Foto Textanfang: Credit Delia Baum

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