Mama Kind Kolumne - Der erste Winter in der Kita mit vielen Kinderkrankheiten
Kolumne

MamaTalk - Krank ist das neue gesund

10/03/2016 von Berit

Winter adé, scheiden tut mit Sicherheit nicht weh. Denn der erste Kita-Winter ist die Eintrittskarte für die Virenhölle

Anzeige

Neueste Artikel

Könnte der Winter jetzt nicht endlich vorbei sein? Das denke ich jedes Jahr bereits Ende Oktober. Aber dieser Winter ist schließlich der erste mit Kind, einem kleinen Kita-Kind wohlgemerkt. Letzte Woche habe ich mich wirklich dabei ertappt, dass ich über nichts anderes rede, als über Krankheiten. Wie bei alten Leuten.

Während ich dies hier gerade schreibe, fühlt sich mein Magen den ganzen Tag schon so unangenehm flau an und das in den letzten Wochen nicht zum ersten Mal. Während sich das Immunsystem eines Kindes aufbaut (was leider ein paar Jahre dauert), heißt es vor allem auch für die Eltern, sich umgeben von Viren und Erregern, auf die neue Situation einzustellen. Gehe ich vorschnell zum Kinderarzt, schickt er mich weg mit der Ansage, ich soll erst kommen, wenn das Kind Fieber hat. Warte ich zu lange, weil ich auf das Fieber warte, hat sich plötzlich eine Bronchitis festgesetzt. Von allen Seiten wird man eingehustet und die Nasen laufen sowieso ein paar Monate non-stop bis es wärmer wird.

Bisher habe ich von dem Phänomen Kinderkrankheiten immer nur von anderen Müttern gehört. Aber spätestens, wenn man plötzlich selbst mit Scharlach oder Keuchhusten im Bett liegt, weiß man, dass dieser Kelch an niemandem vorübergeht. Gerade weil ich es von mir gar nicht kenne, krank zu sein, trifft mich die Realität mit besonderer Heftigkeit. Die Rücksicht auf die eigenen Befindlichkeiten wird spätestens jetzt komplett hinten angestellt und Selbstmitleid ist auch weiterhin fehl am Platz.

Aber kein Opfer ist uns Eltern natürlich zu groß und jammern hilft ja schließlich auch nicht. Obwohl…

Grund zur Beschwerde hätte ich allemal. Schließlich kam in der letzten Woche sogar unsere Hochzeitsnacht unter die Räder. Denn Mads fand den Tag dann wohl doch eher zum…

Wer also mitten in der Nacht der Nächte mit einem grün-bleichen Baby durch die Wohnung tigert, Betten frisch bezieht und Böden wischt, hofft, dass das nicht ernsthaft die Vorzeichen auf die nächsten 50 "glücklichen" Ehejahre sein werden.

 

Erschienen im Wortex, Beilage des Luxemburger Wort

Lifestyle

Alle Artikel sehen