Mama und Kind Kolumne zum Thema Erziehung mit Tipps und Empfehlungen
Kolumne Lifestyle

Mamatalk - Die Sache mit der Erziehung

26/01/2017

Einfach mal konsequent sein. Hört sich leicht an, ist aber auf Dauer ziemlich anstrengend. Aber hat ja auch niemand behauptet, dass es leicht ist, Eltern zu sein

Anzeige

Neueste Artikel

Die Sache mit der Erziehung…jetzt fängt es dann doch so langsam an. Gestern erzählte mir eine Freundin, dass sie am Morgen, wenn sowieso alles etwas schneller gehen muss und jede Verzögerung und jedes Zicken in Verspätung ausartet, etwas lauter hat werden müssen mit ihrer zweijährigen Tochter. Für sie bereits ein völliger Kontrollverlust ihrerseits am frühen Morgen. Je größer die Kinder, desto kraftvoller der Widerstand und unsere Kids sind immerhin noch ziemlich klein. Der eigene Wille ist wichtig, wenn er erst mal entdeckt ist, und muss dann natürlich auch ausgiebig eingesetzt und ausprobiert werden.

Da werden Spielchen gespielt und auf den Couchtisch geklettert, selbst begleitet mit einem wissenden und vorhersehenden NEIN NEIN oder jede zweite Handlung mit einem KEINE MAMA und NEIN MAMA abgewiegelt.

Alles, was man im kleinen Kopf nicht will, wird brüllend abgewehrt, aber genau sagen, was man denn dann nun eigentlich will, klappt leider noch nicht.
Meine Freundin hat sich jedenfalls so schlecht gefühlt, nur weil sie ihre Tochter auf dem Weg zur Kita in klirrender Kälte etwas antreiben musste (die Kleine wollte nämlich unbedingt in ihren neuen Schneeschuhen selbst laufen), dass sie schließlich große Angst davor hatte, dass ihre Tochter ihr den Gefühlsausbruch für den Rest des Tages übel nehmen könnte.


Natürlich müssen wir Eltern uns durchsetzen und solche Situationen gewinnen. Wenn dazu die Stimme ein bisschen erhoben werden muss, ist es für das Kind nur ein Zeichen dafür, dass irgendetwas anders ist und Situation und Handlung von beiden Seiten keine normale ist. Der Unterschied muss einfach da sein und tut auch nicht weh.


Ich kann sehr konsequent sein und dabei ziemlich böse gucken. Das liegt quasi in meiner Natur. Mir macht es nichts aus, auf der einen Seite in bestimmten Situationen streng zu sein und sie danach wieder liebevoll und friedlich aufzulösen. Aber trotzdem erwische ich mich des Öfteren dabei, wie ich in dieser einen Situation nachlässig sein möchte, nur weil man gerade müde ist, es eilig hat oder wirklich keine Lust mehr, sich zum hundertsten Mal zu wiederholen. Aber genau darauf lauern unsere Kleinen und plötzlich sind sie groß und wir haben auf dem Weg dorthin irgendwie geschlampt.


Hier tritt wirklich der Moment ein, in dem man die eigenen Bedürfnisse als Eltern völlig zurückstecken muss. Manchen gelingt das besser, anderen weniger gut. Aber ein schlechtes Gewissen hat noch jedem geschadet und deshalb muss natürlich jeder für sich eine Linie finden, mit deren Konsequenzen, positiv wie negativ, er später zurechtkommt.

 

 

Lifestyle

Alle Artikel sehen