Leschiwelt - Kunst, Illustration und Holz von Nora Leschinski, Granatapfel als Holzschnitt
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Leschiwelt - Illustrationen und bunte Kunst auf Holz

24/04/2014 von Berit

Im Erzgebirge entsteht tolle Handwerkskunst, die Holz in einer ganz neuen Form zeigt. Lechiwelt bringt Illustration und Holzbildhauerei auf schönste Weise zusammen.

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Illustration muss nicht immer nur auf dem Papier entstehen. Was Nora Leschinski unter dem Label leschiwelt daraus macht, hat es mir gleich angetan. Ich kann jetzt schon verraten, dass ich mein Muttertagsgeschenk bereits so gut wie gefunden habe.

Die Mischung aus Bildhauerei, Grafik und Illustration spricht bei Nora eine ganz eigene naive Sprache und ihre Kunstwerke aus Holz kann man sich nicht nur in Kinderzimmer oder Küche, sondern in der ganzen Wohnung vorstellen. Sie lebt und arbeitet im Erzgebirge, mit Atelier in einer alten Scheune und umgeben von genügend Material, aus dem noch ziemlich viel Kunst entstehen kann.


Erzähl mir doch kurz etwas zu deinem Background und deiner täglichen Arbeit.

Während der Ausbildung und dem Studium für Holzbildhauer-Kunst habe ich viel herumexperimentiert. Es entstanden hauptsächlich hölzerne Guck-Kästen, Tier- und Pflanzen-Kritzeleien und erste illustrierte Bücher. Später ging ich für eine längere Zeit nach Frankreich und entwickelte mit einem Papierkünstler tolle plastische Papierobjekte. Danach war es Zeit für die Freiberuflichkeit und so entwickle ich plastische Objekte, erschaffe Grafisches, arbeite frei und angewandt…
Meine verschiedenen Arbeiten verkaufe ich in ausgesuchten Galerie-Läden, über das Internet und Ausstellungen.

Warum gerade das Material Holz? Worin liegt der Vorteil, worin die Schwierigkeit?

Ich arbeite mit vielen Materialien wie Draht, Papier, Leinwand, Farbe etc. Für meine verschiedenen Reliefs allerdings bevorzuge ich Eichenholz, da es nicht besonders maserig und schön kurzfaserig ist, somit lässt es sich gut bearbeiten und gibt der Plastizität Kraft. Inzwischen habe ich die Materialität und Haptik des Holzes zu schätzen gelernt und fluche trotzdem hin und wieder über manche Schwierigkeiten dieses Materials: Bewältigung der Lasten, Notwendigkeit vieler Maschinen für die Verarbeitung mit viel Energie und Lärm.

Wie sieht dein kreatives Umfeld aus? Wie würdest du deinen Wohnstil beschreiben?

Die Räume meiner Umgebung sind relativ stark von meinen Arbeiten frequentiert…Das ergibt sich einfach, da meine Objekte dann entstehen, wenn ich sie in bestimmten Situationen wirklich brauche. Daher kann ich das Dasein von so einigen meiner Prototypen genießen. Da sind Holzreliefs, Kritzelbilder, Lampen, Möbel, Drahtobjekte von denen ich mich einfach nicht mehr trennen mag. Außerdem umgebe ich mich mit vielen Ideen-Ansätzen, Materialien und Fundstücken, die nach ausreichender Garzeit zu etwas Fertigem werden. Mein Atelier ist gleichzeitig mein Lebensbereich und wechselt vom Sommer in der Scheune, zum Winter in den gemütlichen Zeichen- und Werkraum. Hier findet man zwischen den eher altertümlichen Möbeln hin und wieder ein selbstkreiertes Designer-Stück.

Ein Ort den du liebst oder der dich inspiriert?

Bester Inspirationsquell ist die Natur gleich hinterm Haus. Ausgedehnte Waldspaziergänge sind mir daher sehr wichtig. Denn die Zeit tickt hier viel langsamer und gibt einem die Ruhe zum genaueren Beobachten und Hinsehen.

Was ist deine Schwäche und welche Sammlung wächst bei dir stetig?


Bestimmte Schwemmhölzer, Ideenbilder für den eigenen Zettelkasten, Vogeleier, Schmetterlinge und Käfer, Kisten und Schachteln, Kinderzeichnungen - um nur ein paar Dinge zu nennen…

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