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Die schweißtreibende Frage - Deo mit oder ohne Aluminium?

15/04/2014 von Berit

Mit der Sommerzeit startet auch das große Schwitzen. Sind Deos mit Aluminium wirklich krebserregend und welche Alternativen gibt es? Ein Selbstversuch und sein Ergebnis.

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Natürlich freuen wir uns über die Sonne und warme Temperaturen, aber die neue Jahreszeit hat auch eine klitzekleine Schattenseite (für manche mehr oder weniger ein Thema) – es darf wieder geschwitzt werden.

Alle Jahre wieder taucht auch bei mir passend dazu die erneute Überlegung zur Aluminium-Thematik in Deos auf. Sind Aluminiumsalze in Deodorants wirklich krebserregend oder fördert er Alzheimer? Welche Alternativen gibt es und sind Deos ohne Aluminium wirklich genauso wirksam?

Wer sich in die Thematik einliest, der merkt schnell, dass sich hier die wissenschaftlichen Geister mal wieder scheiden. Es gibt so viel Pro wie Contra und am Ende muss mal wieder jeder für sich selbst entscheiden, wie hoch das Risiko und die Krebsgefahr wirklich sind. Natürlich umgeben uns tagtäglich tausend gefährliche Stoffe, aber ich persönlich folge immer dem Prinzip der Schadensbegrenzung. Was ich vermeiden kann, schließe ich gerne aus meinem Leben aus.

* Aber wie sieht es nun genau mit Aluminium in Deos aus? Was ist das für ein Stoff und was macht er?

Zuerst einmal ist Schwitzen ja eine ganz natürliche und vor allem sinnvolle Reaktion des Körpers. Über die Schweißabgabe kann der  Organismus die richtige Körpertemperatur, nämlich 37°C, aufrecht erhalten. Bei Anstrengung, erhöhten Temperaturen oder entsprechenden Gemütszuständen tritt mehr Schweiß aus. Dieser hat an sich eigentlich gar keinen unangenehmen Geruch. Schlimm wird es erst durch die Bakterien, die sich von unserem Schweiß ernähren.

Kritiker bemängeln generell das Eingreifen in den direkten Entgiftungsprozess des Körpers, denn natürlich werden durch das Schwitzen auch Schadstoffe ausgeschieden. Die Achselhöhlen werden in diesem Fall blockiert.

Ursprünglich wurde auch mal unterschieden zwischen Deodorant und Antitranspirantien. Wobei das Deodorant mit seinen Duftstoffen den Geruch nur überdeckte und das Antitranspirant die Schweißbildung schon vor der eigentlichen Geruchsbildung hemmte.

* Heute wird unterschieden zwischen
Spray
Enthält meist Alkohol (nichts für sensible Haut) oder auch ein trockenes Pulver mit Anti-Schweiß-Wirkstoffen. Generell zeigen Sprays im Test die schlechteste antitranspirante Wirkung.

Roll-on
Feucht, aber leicht trocknend. Es kommt schell zu Überdosierung, außerdem hat man viel Hautkontakt.

Deo-Creme
Eine alkoholfreie Deocreme ist besonders sanft und damit ideal für sensible Haut. Leicht und sparsam portionierbar, enthält jedoch oft eine größere Menge schweißhemmender Aluminiumsalze.
 
Sticks
Ähnlich konzentriert wie die Deo Creme, nur nicht ganz so hygienisch. Ebenfalls empfehlenswert für starke Schwitzer

Kristall
Besteht  aus Aluminium- und Ammoniumsulfat oder aus Kaliumsulfat zu 70%- 100%, ist duftneutral. Die Wirkung ist jedoch nur mittelstark. Da sich die Hautporen zusammenziehen, kann die empfindliche Haut unter den Achseln gereizt werden.


* Wie wirken Aluminiumsalze?
Sie verengen die Schweißdrüsen und verringern damit die Schweißmenge, die austritt um etwa 20 bis 50 Prozent. Sie sind auch für die weißen Deo Spuren verantwortlich, wenn sie nicht gelöst oder auskristallisiert sind. In neuen Technologien werden die Aluminiumsalze mit Ölen ummantelt und die Salze daraufhin fast unsichtbar. Die desodorierende Funktion neutralisiert den Schweißgeruch und wirkt antiseptisch gegen Bakterien. Da sie nur oberflächlich aufgetragen werden, dringt nur ein ganz kleiner Teil überhaupt tiefer in die Haut ein und damit in den Blutkreislauf. Über unsere Ernährung nehmen wir täglich viel größere Mengen Aluminium auf. 

Bisher wurde jedoch auch noch nicht eindeutig nachgewiesen oder wissenschaftlich bestätigt, dass Aluminiumsalze Brustkrebs erregen oder Alzheimer fördern.

* Welche alternative Stoffe gibt es?
Natürlich gibt es einige Alternativen mit Thermalwasser, anti-bakteriellem Zink Komplex (zur Bekämpfung des Geruchs) oder ätherischen Ölen.

Ich empfehle jedem, diese Produkte einfach selbst auszuprobieren und daraufhin die Thematik noch mal aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Mit Sicherheit hat es mit dem Zusammenspiel der eigenen körperlichen Reaktion und der Zusammensetzung der alternativen Produkte zu tun. Beim meinem Selbstversuch musste ich leider schnell feststellen, dass man die Wirkung der Aluminiumsalze nur allzu selbstverständlich nimmt, denn ich hätte bisher immer behauptet, dass ich sehr wenig schwitze. Erst wenn man auf diese Stoffe verzichtet merkt man schnell, dass sie einen ziemlich guten Job machen. Ich habe leider nicht lange durchgehalten, vielleicht aber auch nicht lange genug nach dem perfekten Alternativ-Deo gesucht. Deshalb hier noch mal ein paar Beispiele...


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