Autoprogettazione Möbel von Enzo Mari produziert von Flüchtlingen in Berlin innerhalb des Hilfsprojekts CUCULA
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CUCULA - Mit Möbeln und Designklassikern Flüchtlingen helfen

21/10/2016 von Berit

Dieses tolle Projekt ebnet Flüchtlingen in Berlin den Weg in ein neues Leben. Es entstehen individuelle Möbel, die nicht nur gut aussehen, sondern auch auf mehrere Arten helfen.

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Gerade komme ich von meinem täglichen Spaziergang durch den Kiez zurück und eine Ecke in Friedrichshain macht mich dabei immer ein bisschen traurig. Dort treffen nämlich leider nur allzu oft afrikanische Flüchtlinge auf deutsche Polizisten. Die Problematik ist hier nur allzu gegenwärtig und Lösungen werden von der Stadt so schnell anscheinend keine gefunden. Dabei stelle ich mir selbst immer wieder die Frage, was gemacht werden könnte und während ich noch denke, nehmen andere das Thema einfach selbst in die Hand.

In Berlin Kreuzberg ist nämlich im letzten Jahr ein ganz tolles Pilotprojekt entstanden, das 5 Flüchtlingen aus Niger und Mali dabei hilf, eine neue Perspektive und Zukunft in Deutschland zu finden. Mit CUCULA wurde von einem Team aus Designern und Sozialpädagogen eine Idee realisiert, die hoffentlich bald Nachahmer findet.

Cucula Berlin - Ein Team für die Flüchtlingshilfe, möbel bauen, hilfe, spenden

Ali, Maiga, Saidou, Moussa und Malik erschaffen im Spannungsfeld von afrikanischer Tradition und europäischer Moderne Werkstücke. Die Trainees  lernen alles Wichtige über Holzverarbeitung, Konstruktion und Planung, bekommen Deutschunterricht sowie Hilfe im Alltag und bei Rechtsfragen.

Die Möbel, die sie im Rahmen dieses Integrationsprojekts herstellen, tragen sowohl ihre eigene Geschichte in sich, als auch einen hohen designtechnischen Anspruch. Sie basieren auf dem Buch Autoprogettazione von Enzo Mari, das 1974 mit seinen 19 Möbelentwürfen zum Selbstbau einen Meilenstein im Design platzierte. Mittlerweile sind sie wahre Klassiker und sollten damals das Design demokratisieren, indem sie einen Gegenentwurf zum Formalismus darstellten. 40 Jahre später hat Mari nun CUCULA die Rechte übergeben, die Modelle zu verwenden. In jedes Möbelstück wird auch immer ein Stück Holz eingearbeitet, das aus den Booten stammt, mit denen Flüchtlinge von Afrika nach Europa gelangt sind.

Mit einem Preis von 500,- Euro für einen Botschafter-Stuhl erwirbt man somit nicht nur einen Designklassiker, sondern unterstützt auch ein großartiges Projekt, das mit diesen Geldern hoffentlich noch lange weiter arbeiten kann.

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Fotos - Sally Lazic, Verena Brünning

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