Sehschwäche erkennen und Sehtest für Babys und Kinder empfehlen
Kids Lifestyle

Besser sehen - Eltern macht die Augen auf!

14/10/2016 von Berit

Wann warst du eigentlich das letzte Mal beim Sehtest? Und wie kann ich sicher sein, dass mein kleines Kind richtig sieht? Die Woche des Sehens macht mich nachdenklich und so stelle ich heute die wichtigsten Infos zu diesem Thema für euch zusammen.

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Kinder erlebt man als Eltern mit allen Sinnen und auch die Kleinen selbst gehen täglich auf´s Neue auf Entdeckungsreise mit Haut und Haaren, Augen und Ohren. Wie glücklich man sich schätzen kann, dass das eigene Kind gesund ist und keinerlei Beeinträchtigung hat, wird einem immer erst im Vergleich bewusst, wenn man sich mit anderen Müttern unterhält oder andere Kinder sieht. Letzte Woche erst wurde ein kleiner Kita-Freud von Mads an den Ohren operiert, weil er ständig die Nebenhöhlen, Nase und Ohren verstopft hatte. Gerade jetzt, wo die Kleinen sprechen lernen, ist es natürlich essentiell wichtig, dass sie auch richtig hören, damit es nicht zu Sprachverzögerungen kommt. Leider wird das Thema bei den U-Untersuchungen nicht kontrolliert, so dass man als ständig sowieso schon unsichere Mama, die Sache selbst beobachten und aufdecken muss.

So habe ich diese Woche auf dem Spielplatz eine Mutter getroffen, deren Kind schon als kleines Baby eine Brille tragen muss. Der Anblick eines kleinen Gesichts mit dieser riesigen Brille ist immer etwas ungewohnt, so dass einem plötzlich erst auffällt, dass man eigentlich sehr selten Kinder mit Brille sieht. Das liegt bestimmt nicht daran, dass alle Kinder gut sehen, sondern viel eher daran, dass Sehfehler oft erst viel zu spät entdeckt werden.

Auch das Sehen wird nicht als Pflichtuntersuchung angesetzt. Eigentlich kaum zu glauben. Wie soll ich wissen, ob mein Kind richtig sieht? Ähnlich wie beim Hören, können die Fehler meist einfach korrigiert werden, wenn sie früh genug entdeckt werden. Muss ein Kind in der Schulzeit in die erste Reihe gesetzt werden, weil die Noten abfallen aufgrund der Sehbeeinträchtigung, ist es schon fast zu spät.


Mads hat mir gerade eben noch ein Haar vom Boden gebracht und freut sich jedes Mal, wenn er am Himmel das noch so kleinste Flugzeug entdeckt. Also gehe ich einfach mal davon aus, dass er gut sieht. Wer unsicher mit seinem eigenen Kind ist, kann selber aufmerksam ein paar Dinge beobachten, um sicherzustellen, wie es um das Sehvermögen des Kindes steht.

In dieser Woche ist der Weltag des Sehens. Ein wichtiger und passenden Anlass, um bei meiner Kinderärztin ein paar wichtige Infos und Tipps zm Thema Sehen einzuholen, um herauszufinden, wie man als Eltern selbst aufmerksamer wird.

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Wie erkenne ich also die Anzeichen bei Babys und Kleinkinder in Mads Alter?

Oft kann man ganz spielerisch herausfinden, ob ein Kind gut oder schlecht sieht. Schon kleine Babys folgen einer Lichtquelle und regieren neugierig darauf. Nach ein paar Monaten kann man statt einer Lichtquelle einen bunten Gegenstand nehmen, dem das Kind mit den Augen folgen soll. Beginnt das Kind dann bewusst zu greifen und zu spielen, kann man beobachten, wie gezielt die Hand zum Gegenstand geht. Greift es daneben? Kommt ein Ball angerollt, der richtig gepackt wird?

Manche Sehfehler sind erblich, so dass die Eltern in diesem Falle bereits ganz früh ein Problem abklären lassen sollten. Auch bei Frühgeburten oder beispielsweise Röteln in der Schwangerschaft sollte man später aufmerksamer mit dem Thema umgehen. Ansonsten gibt es aber natürlich auch weniger klare Anzeichen, die auf eine Schwäche hinweisen. Das auffälligste Merkmal ist sicherlich das Schielen oder dass ein Kind förmlich die Augen groß aufreißt, um besser sehen zu können. Diese Kinder reagieren auch meist viel empfindlicher auf Licht, bewegen die Augen, ohne dabei etwas Direktes anzuschauen oder müssen sich die Augen ständig reiben. Diese können dabei auch eine weißlich getrübte Färbung haben.

So beruhigt es mich etwas, wenn ich höre, dass es natürlich ein paar Anzeichen gibt, die ich als Mutter selbst erkennen kann.

Aber ab wann kann man eigentlich einen Sehtest machen und wie läuft der ab?

Bereits bei Babys kontrolliert der Arzt die Augenbewegung und macht daran gegebenenfalls Unstimmigkeiten fest. Wie reagieren die Augen auf Licht, wie fixieren sie oder wie schnell und langsam wechseln sie die Richtung? Wie werden Gegenstände gegriffen und betrachtet? Wird das gut sehende Auge vom Arzt beispielsweise abgedeckt, wird ein Kind unruhig und fängt an zu weinen.

Später werden kontrastreiche Gegenstände unterschiedlicher Größe und Karten mit Motiven in unterschiedlichen Abständen vorgehalten und die Reaktionen beobachtet. Erst im Schulalter werden Zahlen- und Buchstabenreihen getestet.

Generell kann man sagen, dass die volle Sehschärfe bei Kleinkindern erst mit dem 2. Lebensjahr voll entwickelt ist und die Augen zum Glück sehen lernen können. Das heißt, je früher der Sehfehler entdeckt wird, desto besser kann er mit einer Brille korrigiert werden, sagt die Kinderärztin.

Dabei schlägt sie vor, als Eltern doch am besten den Sehtest direkt mitzumachen. Na, wer fühlt sich jetzt von euch ertappt? Hier geht´s also nicht nur um die Vorbildfunktion, sondern auch darum, dass viele das Thema in ihrem Alltag am liebsten aus Eitelkeit ignorieren. Aber irgendwann ist der Zahn der Zeit nicht mehr aufzuhalten, man braucht eine Brille und sollte folglich selbst regelmäßig zum Sehtest gehen.

Nehmt euch deshalb einfach mal den Welttag des Sehens zum Anlass, um für euch selbst das Ganze noch mal auf den Tisch zu bringen. Beobachtet eure Kleinkinder genau beim Spielen, findet bei euren Schulkindern heraus, ob daher vielleicht die Probleme mit der Rechtschreibung kommen oder überlistet bei euren Teenagerkindern die Eitelkeit mit einem angesagten Hipster-Gestell. Unsere Sinne sind schließlich Gold wert und dürfen nicht vernachlässigt werden.

 

In Kooperation mit www.sehen.de

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