David Bowie Ausstellung und Retrospektive des Victoria & Albert Museum im Martin-Gropius-Bau Berlin
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Ausstellung - David Bowie Restrospektive in Berlin

16/05/2014 von Berit

In der nächsten Woche startet die David Bowie Ausstellung des Victoria & Albert Museums in Berlin. Ein kleiner Vorgeschmack auf ein multimediales Erlebnis.

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Als David Bowie Fan freue ich mich natürlich bereits seit Monaten auf diesen Tag und am 20. Mai zieht sie endlich in den Martin-Gropius-Bau in Berlin ein. Bis zum 20. August ist die vom Victoria and Albert Museum London kuratierte Ausstellung DAVID BOWIE dort zu sehen. In der britischen Hauptstadt war sie ein riesiger Erfolg und nun kommen die 300 Exponate nach Berlin, ein Standort, der natürlich allein wegen David Bowies Nähe zur Hauptstadt ein MUSS ist.

Die Kuratoren, Victoria Broackes und Geoffrey Marsh, haben aus dem bisher verschlossenen David Bowie Archive handschriftliche Texte, Originalkostüme, Fotografien, Filme und Musikvideos, Set-Designs sowie Bowies eigene Instrumente, Album-Cover und persönliche Sammlungsstücke ausgewählt und multimedial arrangiert. Im Ticketpreis inklusive ist ein Audioguide, der den passenden Soundtrack zu den Exponaten liefert.

Seine Berliner Etappe ist natürlich für uns Hauptstädter besonders interessant. 1976 bis 78 gehören zu David Bowies musikalisch produktivsten Jahren. Die drei Alben, die hier entstanden, auch das Berliner Triptychon genannt, schrieben Musikgeschichte. Low (1977), Lodger (1979) und natürlich das Hauptwerk Heroes (1977) sind von der Hauptstadt inspiriert und teilweise in den Hansa Studios unweit des Potsdamer Platzes entstanden. Mit Weggefährte Iggy Pop wurden hier radikal avantgardistische Persönlichkeitsentwürfe entwickelt, die die Grenzen zwischen Mode, Musik und Aktionskunst aufheben sollten. Wie Leben und Kunst plötzlich verschmolzen, kann man natürlich auch in der Ausstellung unschwer erkennen. Die Gegenwart der siebziger Jahre schwebt dabei über allem und so befasst sich nicht nur der Songtext von Heroes mit der Stadt (er handelt nämlich von zwei Liebenden, die sich an einer Mauer küssen). In Berlin drehte Bowie außerdem den Kinofilm Schöner Gigolo, armer Gigolo, den letzten Film mit Marlene Dietrich.

Vom Schlüssel seiner Wohnung in der Hauptstrasse 155 in Schöneberg über Textschnipsel für den Song Blackout aus dem Album Heroes, 60 Bühnenkostüme, darunter die von Freddie Burretti entworfenen Ziggy Stardust Overalls (1972), Kansai Yamamotos extravagante Entwürfe für die Aladdin Sane Tour (1973) und der Union-Jack-Mantel, den Bowie gemeinsam mit Alexander McQueen für das Plattencover von Earthling (1997) entwarf. Zu den Exponaten zählen außerdem Fotografien von Brian Duffy, Terry O’Neill, Masayoshi Sukita, Helmut Newton, Herb Ritts und John Rowlands, Plattencover von Guy Peellaert und Edward Bell, Ausschnitte aus Filmen und Livekonzerten, sowie die Bühnenausstattung für die Diamond Dogs Tour (1974). Aus Bowies persönlichem Besitz sind unveröffentlichte Storyboards, handschriftliche Set-Listen und Songtexte, Wortcollagen sowie Zeichnungen, Noten und Tagebucheinträge ausgestellt.

Ein Erlebnis für alle Sinne also, das ich mir nicht entgehen lassen werde. Hier aber schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

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David Bowie
20. Mai – 10. August
Martin-Gropius-Bau
Infos und  Tickets unter:
www.davidbowie-berlin.de

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