Thea Neubauer Gründerin von Sister Mag und CV Mag, Start up und Online Magazin Berlin, Bloggerin
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At Home bei Thea von Sister Mag - Vintage meets New Media

23/11/2013 von Berit

Auf diesen Kleiderschrank kann man nur neidisch sein. Wie er bei Thea immer voller wird und was ihren ganz persönlichen Stil ausmacht erfahre ich bei einem kleinen Plausch.

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Als wir Thea und Toni 2011 kennenlernten, waren sie noch in nervöser Vorfreude, da ihr neues Onlineprojekt gerade kurz vor dem Launching stand. Mittlerweile geht SisterMag in die 10. Ausgabe und das digitale Magazin hat bereits eine große Online Fangemeinde, die alle 2 Monate in großer Vorfreude auf die nächste Version wartet. Die Pause zwischen den einzelnen Ausgabe muss auch etwas größer sein, denn Sister Mag ist so ausführlich und vollgestopft mit Themen zu Karriere, Technologie, Zukunftstrends sowie Mode, Lifestyle, Reisen, Parties und DIY, dass man gerne in aller Ruhe auf dem iPad darin schmökert.

Bis dato wusste ich noch nicht, dass es ein spezielles Studienfach für Buch und Medienproduktion gibt und war auch ganz kurz neidisch, dass ich vor 15 Jahren bei Studienbeginn nicht selbst darauf gestoßen bin. Zum Glück bin ich heute zumindest über Umwege Herausgeber und Redakteur geworden, aber Theas und Tonis geradliniger Durchmarsch imponiert mir sehr.

Der Hausbesucht hat somit schon lange angestanden, vor allem weil wir schrecklich neugierig darauf waren, ob sich die individuelle Handschrift der beiden – ein Touch Vintage der 50er und 60er Jahre, gepaart mit dem modernen Anspruch einer digitalen Tausendsasserin – auch Zuhause, in der Küche und im Kleiderschrank konsequent durchzieht.

Ganz so ernsthaft haben wir das Ganze natürlich nie in Frage gestellt, denn wer die beiden kennt oder sieht, merkt auf den ersten Blick, dass der besondere Stil des Magazins authentisch ist, sich durch alle Lebensbereiche zieht und ganz tief aus dem Herzen kommt.

Wir tauchen also ein in die Welt von SisterMag, von Thea und Toni Neubauer, und lassen uns gerne ein bisschen vom Charme der Mademoiselle Populäre, den Silhouetten eines Christian Dior, dem Duft von Omas Apfelkuchen, dem Geschmack von selbstgemachter Limonade und dem kreativen Input ganz vieler neuer, innovativer Webideen und Startups begeistern. Natürlich nehmen wir euch wieder mit auf unsere Reise zwischen nostalgischer Vergangenheit und digitaler Zukunft.

Wer einen so individuellen Stil hat wie ihr, der muss stark geprägt worden sein. Worauf führt ihr zurück, dass ihr heute genau so gekleidet seid und exakt diese Dinge liebt, die uns gerade hier umgeben?

Ganz eindeutige Antwort – unsere Mutter. Sie ist Textil-Ingenieurin und so sind wir damit aufgewachsen, dass sie schon immer für uns genäht hat. In der Schule war das nicht immer einfach, weil man gerne auch mal ausgesehen hätte wie alle anderen. Aber sie hat immer die Kollektionen mitverfolgt und es war immer normal mit der neuen Saison andere Sachen anzuziehen. Trotzdem war immer die Devise, zwar schon zu schauen was gerade wichtig ist, aber nicht jeden Trend mitzumachen. Sie hat uns beigebracht, dass man sich immer so anziehen soll wie man will und sich nicht von der Meinung anderer abhängig machen soll. Das ist mir lange Zeit nicht immer leicht gefallen, aber heute bin ich völlig authentisch in dem wie ich mich kleide. Da unsere Mutter die Shootings für SisterMag mit Kleidern ausstattet, landen diese im Anschluss dann praktischerweise direkt in meinem Schrank.

Theas wunderbare Welt

Vintage meets New Media

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Was ist dein eigenes Credo bei deinem Stying oder wenn du einkaufen gehst?

Ich gehe selten einkaufen und wenn, dann eher Basics und Schuhe, weil man die nicht nähen kann. Ich würde ungern für Markennamen bezahlen, vor allem wenn ich weiß, dass ich sie bei Mama nur in Auftrag geben muss.
Ich würde nie zu legere oder nachlässig aus dem Haus, weil ich mich auch in der Freizeit mit einem entspannten Kleid wohl fühlen kann. Seit ich wieder regelmäßig Outfits auf Instagram poste, denke ich auch wieder viel mehr darüber nach, was ich anziehe. In unserer Familie hat man sich immer ordentlich angezogen. Ich würde zum Beispiel ein Lieblinsgkleid nie extra für einen bestimmten Anlass schonen, der dann vielleicht nie kommt. Und generell heißt es jeden Morgen immer lieber Kleid als Hose.

Deine Kleider haben ein eigenes Zimmer und ich sehe zwei Arbeitsplätze in deiner Wohnung. Da scheinen die Prioritäten ganz klar. Wenn du es dir in deiner Wohnung gemütlich machen willst, um endlich mal abzuschalten, wie sieht das dann aus? Wird der Stecker gezogen?

Total abzuschalten ist mir nicht vollkommen wichtig. Das Magazin und das Internet machen mir einfach Spaß. Wenn ich abschalten will, beantworte ich einfach mal keine Emails oder schreibe auf meinem privaten Blog. Das finde ich entspannend. Aber ich bin auch ein Serienjunkie und kann mich ab und an mal hinter ein paar Staffeln verkriechen. Aber an einem gelungenen Tag habe ich auf jeden Fall auch etwas gearbeitet, gejoggt, ein bisschen aufgeräumt. Mein großer Vorteil ist natürlich auch, dass ich mit meiner Schwester und meinen Freunden für unser Magazin zusammenarbeite, deshalb kommt mir die Arbeit selten wie Arbeit vor.

Deine Wohnung hat trotzdem etwas sehr wohnliches. Gibt es ein Teil mit einer ganz besonderen Geschichte?

Mein Opa war Tischler und hat viel von dem gemacht was heute hier steht. Die Presse mit der ich heute noch Bücher binde ist aus dieser Zeit oder der Schubladenschrank aus dem Lager des Ladens meiner Oma. Aber am liebsten mag ich mein Bett. Als mein Opa gestorben ist wollte meine Oma unbedingt ein neues Bett. Eigentlich war es viel zu groß für sie, aber sie saß immer wie die Prinzessin auf der Erbse darin. Nach ihrem Tod habe ich es dann geerbt.


* Für alle DIY Freunde *
Die Schnittmuster für die Kleider, die in den SisterMag Ausgaben erscheinen, können dort auch gleich zum Nachnähen runtergeladen werden.

www.sister-mag.de

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