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100 Illustrators – Die Creme de la Creme der Illustration

18/02/2014 von Anja

Mein Bücherregal ist um ein Prachtexemplar reicher. Der zweibändige Schuber aus dem Taschen Verlag zeigt die 100 besten Vertreter der Illustration und gibt den Blick auf eine geballte Ladung Talent, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte, frei.

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Wer hätte gedacht, dass Illustration sich im Zeitalter der digitalen Medien behaupten kann und dass das Handgezeichnete neben digitaler Fotografie, Photoshop, Illustrator & Co besteht. Aktuell sehe ich Arbeiten talentierter Illustratoren wohin ich auch schaue. Kaum ein Magazin kommt noch ohne die künstlerische Verbildlichung einer Thematik aus und das finde ich ganz großartig. Denn Illustration gibt unserem Zeitgeist ein Gesicht. Sie ist gewissermaßen das gezeichnete Wort.

Für die kreativen Geister hinter den schönen und einzigartigen Bildern ist es dennoch nicht leichter geworden. Der Wettbewerb ist groß und die erhöhte Sichtbarkeit durch das Internet ist Fluch und Segen zugleich. Ein angesagter Stil wird schnell kopiert und bald zum Mainstream. Da heißt es anders bleiben und eine eigene unnachahmliche Handschrift entwickeln.

Der Titel 100 Illustrators aus dem Taschen Verlag zeigt was das  bedeutet. In einer zweibändigen Schuber-Ausgabe werden einige der besten Vertreter ihrer Zunft vorgestellt. Für Herausgeber Julius Wiedemann, der im Taschen Verlag schon unzählige Bücher kuratiert hat, bestand dabei die Herausforderung weniger in der Auswahl der Illustratoren, als vielmehr in der Entscheidung, auf welche Arbeiten verzichtet werden muss. Um hier eine weitere Meinung zu bekommen, ließ er den ehemaligen Art Director der New York Times Steven Heller aus einer Vorselektion die finale Auswahl treffen.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit zeigt nicht nur eine riesengroße Bandbreite an Talenten, sondern vor allem wie unterschiedlich das Feld der Illustration gesehen und umgesetzt werden kann.

Besonders finde ich an diesem Titel nicht nur das zweibändige Extra-Format, sondern, dass jeder Illustrator gebeten wurde, für die Veröffentlichung ein Selbstportrait anzufertigen. Für mich ein Grund, eifrig durch die zweimal 230 Seiten zu blättern und zu erfahren, wie diese 100 Illustratoren sich selbst sehen und ihr Konterfei in Szene setzen. Zusätzlich gibt es zu jedem der 100 Ausgewählten einen kleinen Text in Französisch, Englisch und Deutsch, der uns ein klein wenig über Werdegang und aktuellen Status des Illustrators erzählt.

Wenn ihr mich fragt, ist dieser Titel ein echte Bereicherung für jeden, der sich mit dem Bereich der Illustration in irgend einer Weise beschäftigt. Hier eine Auswahl meiner liebsten Seiten.
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